Harry Wilhelm

Anlagentechnik / Brennstoffe / Ersatzbrennstoffe (EBS)

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Ersatzbrennstoffe sind „Nicht-Regelbrennstoffe“. Der Begriff des Regelbrennstoffs ist in der 1. BImSchV definiert, jeder Nicht-Regelbrennstoff ist somit ein sog. „Ersatzbrennstoff“.  Ersatzbrennstoffe bestehen aus Abfall (mittel- bis hochkalorische Abfallfraktionen), der in Aufbereitungsanlagen konfektioniert und anschließend einer energetischen Nutzung zugeführt wird.

Als Ausgangsstoffe für die EBS-Aufbereitung dienen:

     • Hausmüll und hausmüllähnlicher Gewerbeabfall
     • Reste aus der Wertstoffsortierung (Papier, Pappe, Holz, Textilien, Kunststoffe)
     • produktionsspezifische Abfälle aus Gewerbe und Industrie

Konkret kann es sich hierbei um Altreifen, Schlämme aus der Papier-/ Zellstoffindustrie, nicht mehr stofflich nutzbare Verbundmaterialien, Altstyropor u. v. a. m. handeln.

Die heizwertreichen Fraktionen werden ausgesondert, aufbereitet und stehen anschließend als Brennstoff in Zementwerken, Ziegeleien, Industriefeuerungen und vermehrt auch in Heizkraftwerken (Wärmeversorgung) für die energetische Verwertung zur Verfügung.

Wie bei der Verbrennung von Siedlungsabfällen bestehen auch hier besondere technische Anforderungen an Feuerung, Kessel und Rauchgasreinigung. Den im Brennstoff z. T. hohen Anteilen an Asche oder Chlor steht ein Heizwert von 12 - 16 MJ/kg entgegen.

Der Ausbau von Anlagenkapazitäten ist im Zuge der Energiewende in Deutschland sinnvoll. Unter Einhalten aller gesetzlichen und notwendigen Forderungen sowie Betrachtung der Brennstoffverfügbarkeiten ist die energetische Nutzung von EBS ein Weg, der ressourceneffizient die im Abfall enthaltene Energie ausnutzt und dadurch den Ersatz fossiler Energieträger ermöglicht.